Ich habe mir gedacht, dass es für euch bestimmt auch mal interessant ist, etwas über mich zu erfahren. Ein bisschen was habe ich ja schon über mich in dem Beitrag, Warum ich diesen Blog überhaupt mache, erzählt. https://beinghealthy.de/warum-diesen-blog-gegruendet-habe/

Bei mir wurde Morbus Crohn relativ „früh“ (recht am Anfang) diagnostiziert, obwohl es bis zur richtigen Diagnose ca. 2 Jahre gedauert hat.

Bei mir hat alles mit andauernden Bauchschmerzen begonnen. Ich hatte einfach andauernd Bauchschmerzen und wusste nicht woher sie kommen. Am Anfang habe ich mir erstmal keine wirklichen Gedanken darüber gemacht, denn bei mir waren Bauchschmerzen nicht so unnormal. Ich hatte ab und an mal Bauchschmerzen, z.B. wenn ich was Falsches gegessen habe oder zu viel Milch getrunken habe (obwohl ich keine Laktoseintoleranz habe).

Aber irgendwann wurde es immer häufiger und schlimmer. Diese Bauchkrämpfe, die ich dauernd bekommen habe, waren echt der Horror. Teilweise war es so schlimm, dass ich keine Lust mehr hatte überhaupt was zu essen, weil ich bei jedem Bissen Krämpfe bekommen habe und das ziemlich heftige Schmerzen waren. Dazu hatte ich oft auch einen total aufgeblähten Bauch, was auch nicht gerade angenehm war. Ich bin dann mit meiner Mutter zu einem Arzt gefahren und habe ihm geschildert, wie es mir im Moment geht. Dieser wusste aber nicht was ich habe oder haben könnte und hat mir dann Blut abgenommen etc. pp. Wir waren insgesamt bei 5 Ärzten, die mir alle nicht weiterhelfen konnten und auch nicht wussten was ich habe. Dann wurde mir von jemandem aus der Familie ein guter Gastroenterologe empfohlen, bei dem ich dann auch war. Dieser hat sich angehört, wie es mir so geht, was genau ich für Symptome habe etc. und hat dann zahlreiche Tests angeordnet, um zu schauen, ob davon etwas zutrifft. Des Weiteren hat er mir einen Termin für eine Magen- und Darmspiegelung gegeben, worauf ich aber ehrlichgesagt überhaupt keine Lust hatte (kein Wunder, diesen Abführmittelkram trinken ist auch nicht gerade geil…).

Naja gesagt getan, in der Besprechung nach der Spiegelung äußerte er den Verdacht auf Morbus Crohn und gab mir ein ähnlich wirkendes Medikament wie Cortison (Budenofalk) mit. Danach war ich beim MRT und wurde weiter untersucht. Auf meine Frage, ob ich denn nun Morbus Crohn habe, bekam ich von der Ärztin die Antwort, ja das kann ich Ihnen jetzt so nicht sagen, dafür müssen noch weitere Untersuchungen gemacht werden. Ich dachte mir dann einfach wisst ihr was, wenn ich so was schlimm hätte, dann hättet ihr das mit Sicherheit rausgefunden. Mir ging es zu dem Zeitpunkt auch einfach mega beschissen (u.a. auch durch die zahlreichen Untersuchungen) und habe dann in schulmedizinischer Sicht erstmal nichts unternommen, sondern war regelmäßig bei einem Osteopathen, der mir ganz gut helfen konnte. Nach diesen Behandlungen waren meine Bauchschmerzen immerhin für eine kurze Zeit besser.

Ich habe aber selber festgestellt, dass meine Bauchschmerzen nur phasenweise waren und phasenweise ging es mir richtig gut, als hätte ich nichts und wäre absolut gesund. Außerdem habe vor der Ma.-Da.-Spiegelung einen Test auf Lebensmittelunverträglichkeiten gemacht, der mir auch weitergeholfen hat. Zum Beispiel kam bei diesem raus, dass ich Hefe nicht so gut vertragen kann und diese habe ich dann auch größtenteils weggelassen, was aber auch nicht wirklich viel gebracht hat. Ich habe aber auch gemerkt, dass die Bauchschmerzen immer noch schlimmer wurden, sobald ich Stress hatte (z.B. während Klausurenphasen, da ich neben der Schule noch gearbeitet habe und Freunde & Familie wollte man ab und an auch noch sehen oder auch wenn z.B. Stress in der Familie war, wie Stress mit meiner Mutter oder mit meinem Bruder etc.).

Irgendwann (kurz vor meiner Abi-Fahrt) habe ich totale Schmerzen im Blinddarm-Bereich bekommen. Ich war dann beim Arzt und dieser hat mir dann eine Überweisung ins Krankenhaus gegeben. Dort wurde ich dann nachmittags und am nächsten Morgen untersucht. Der Arzt hat mich gleich gefragt, ob ich Morbus Crohn habe und ich so, wenn ich das wüsste wären wir beide schlauer. Meine Entzündungswerte waren zu hoch und es hatte sich nichts verändert, woraufhin der Arzt meinte, dass ich operiert werden muss. Bei der OP haben sie auch gleich wegen dem Morbus Crohn geguckt und ein Arzt sagte mir dann nach der OP, dass ich Morbus Crohn habe.

 

Auf der einen Seite war ich froh, endlich zu wissen was mit mir los war, aber auf der anderen Seite hatte ich auch Angst vor der Zukunft.

Ich habe dann, zur richtigen Diagnose, noch eine Darm-Spiegelung machen lassen. Da hat es sich bestätigt. Dann habe ich ein Medikament, dass ähnlich wie Cortison wirken soll, nur ohne die Nebenwirkungen, bekommen. Ich habe es erstmal genommen, da bald die Abi-Prüfungen anstanden und ich einfach mal keine Schmerzen haben wollte. Allerdings hat das Medikament bei mir nichts gebracht und ich habe mich gefragt, wofür ich diesen „Scheiß“ überhaupt genommen habe.

Dann bin ich irgendwann in eine Art „Loch“ gefallen und habe ich mich gefragt, was das Leben überhaupt für einen Sinn hat, wenn man das ganze Leben lang Medikamente nehmen muss, die eine Liste von Nebenwirkungen haben, dass einem die Augen rausfallen und wovon ich später vielleicht Krebs bekomme. Da dachte ich mir, was für ein „geiles“ Leben, da kannst du dich gleich erschießen, so nach dem Motto.

Ich habe dann im Internet nach Alternativen gesucht und einen Blog von jemanden entdeckt, der noch viel schlimmer/ausgeprägter Morbus Crohn hatte als ich. Dieser hat dann eine bestimmte Diät gemacht und es ging ihm dann viel besser und er konnte quasi wieder richtig leben, obwohl die Ärzte alle meinten, wenn du die Medikamente absetzt, wird es dir so viel schlechter gehen, bla bla bla. Ich habe mir dann das Buch zur Leitung dieser Diät gekauft und diese Diät gemacht bzw. mache sie immer noch und kann sie nur empfehlen. (Zu dieser Diät in einem anderen Beitrag mehr!)